Vertreterversammlung (VV) der KZVN
Die wesentlichen Aufgaben dieses Selbstverwaltungsorgans sind: Wahl des Vorstandes und der Ausschüsse, Festsetzung des jährlichen Haushalts, Regelung des Mitgliederbeitrags und Abnahme des Jahresabschlusses. Die Vertreterversammlung ist Satzungsgeber und regelt die Wahlordnung.
Vorsitzender der Vertreterversammlung:
Dr. Ulrich Obermeyer, Hagen
Stellvertretende Vorsitzende der Vertreterversammlung:
Dr. Julia Schmilewski, Duderstadt und Dr. Stefan Liepe, Hannover
Die Mitglieder der Vertreterversammlung (VV) werden von allen Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten in Niedersachsen für die Dauer von 6 Jahren gewählt.
Die VV der KZVN tritt in der Regel zweimal jährlich zu ordentlichen Sitzungen zusammen.
Die Vertreterversammlung beschließt u. a. über die Satzung der KZVN, den Honorarverteilungsmaßstab. Zu den Aufgaben gehört auch die Feststellung des Haushaltsplanes und Entlastung des Vorstandes.
Die Unterlagen für die jeweils aktuelle Sitzung der VV können exklusiv von den Mitgliedern der VV für die jeweilige Legislatur im Mitgliederportal der KZVN unter dem Menüpunkt "Vertreterversammlung (VV)" online abgerufen werden.
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Vertreterversammlung der KZVN am 09. Mai 2026

- GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in der Kritik
- VV beschließt Strukturfonds zur Sicherstellung der Versorgung



Der Regierungsentwurf der Koalition zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit seinen teilweise existenzbedrohenden Sparvorschlägen war Anlass genug für die 44 angereisten Mitglieder der KZVN-Vertreterversammlung, sich am 09. Mai in Hannover mit den Auswirkungen auf die zahnärztliche Versorgung und auf die wirtschaftliche Situation für die Praxen zu befassen und entsprechende Beschlüsse zu formulieren. Im Juli/August NZB werden wir ausführlich über alle Tagesordnungspunkte dieser VV berichten. Hier soll nur ein kurzer Überblick gegeben werden.
In seinem Bericht legte der KZVN-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Hadenfeldt einen Schwerpunkt auf den Gesetzentwurf der Koalition, die den Systembeteiligten im ersten Durchgang nur eine dreitägige Frist zur Stellungnahme eingeräumt hatte.
Zwar seien Beitragsanhebungen in der GKV weder den Versicherten, noch den Arbeitgebern zuzumuten, so Dr. Hadenfeldt, aber Ausgabenkürzungen dürften nicht zu Lasten derer gehen, die weder die Kostentreiber im System seien, noch die wahren Probleme zu verantworten hätten. Wer einer „einnahmeorientierten Ausgabenpolitik“ das Wort rede, verkenne allerdings die Folgen für die Sicherstellung der Patientenversorgung und das ganze System. Diese Folgen wurden durch die Delegierten diskutiert. In ihren Beschlüssen lehnte die VV insbesondere die Wiedereinführung einer strikten Budgetierung und die zusätzliche und basiswirksame Vergütungsabsenkung um je 1 % für die Jahre 2027 bis 2029 ab. Der Vorstand der KZVN wurde aufgefordert, sich auf Bundesebene u. a. für eine ersatzlose Streichung der Neuregelungen für die Kieferorthopädie einzusetzen, denn die geplante Regelung des GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetzes sieht vor, dass kieferorthopädische Behandlungen künftig ausschließlich von Zahnärztinnen und Zahnärzten mit der Zusatzqualifikation „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ erbracht werden dürfen. Diese Regelung würde für viele Praxen mit kieferorthopädischem Schwerpunkt existenzbedrohend sein, so Dr. Hadenfeldt.
Der Vorstandsvorsitzende stellte ein Leitbild vor, das sich mit der Haltung und den Werten der KZVN nach innen und außen beschäftigt und eine verbindliche Orientierung für Entscheidungen und langfristige Zielsetzung zum Inhalt hat.
Zum aktuellen Stand der Vergütungsverhandlungen gab er Einblicke in problematische Verhandlungen mit den Primärkassen, für deren Verlauf er Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz einforderte. Andernfalls werde man das Schiedsamt anrufen müssen.
In der Bildung eines Strukturfonds nach § 105 Abs. 1a Satz 6 SGB V und dem Erlass der Strukturfonds-Förderrichtlinie der KZVN lag ein weiterer Schwerpunkt dieser VV. Der Vorstand und insbesondere Silke Lange, Mitglied im Vorstand der KZVN, unterstützten und begründeten die Bildung eines Fonds zur finanziellen Förderung niederlassungswilliger Kolleginnen und Kollegen mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand bei gleichzeitiger Verbesserung gesundheitspolitischer Positionen der Zahnärzteschaft. Nach einer kontroversen aber zugleich sachorientiert geführten Diskussion, die unterschiedliche Einschätzungen zwischen den Gruppen deutlich werden ließ, wurde die Bildung des Strukturfonds mit Mehrheit beschlossen.
Über den Verlauf der VV sowie deren weitere Tagesordnungspunkte werden wir im Juli/August NZB ausführlich berichten. Alle Beschlüsse der VV können Sie in vollem Wortlaut in Kürze auf der Homepage der KZVN einsehen.
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Verwaltungsstelle
Mitglied der VV
Verwaltungsstelle
Mitglied der VV
Braunschweig
Dr. Arthur Buscot, Braunschweig
Dr. Maximilian Jamil, Braunschweig
Lars Werner Knitter, Wolfsburg
Dr. Harald Salewski, Salzgitter
Dr. Jörg Thomas, Braunschweig
Dr. Reinhard Urbach, Wolfsburg
Dr. Sebastian Hoffmann, Kissenbrück
Oldenburg
Dr. Uwe Herz, Oldenburg
drs. Johanna Maria Kant, Oldenburg
Dr. Josef-Kühling-Thees, Cloppenburg
Dr. Frank Ross, Oldenburg
Dr. Volker Schaper, Harpstedt
Göttingen
Dr. Dr. Hans-Joachim Becker, Göttingen
Gisela Gode-Troch, Göttingen
Dr. Dr. Gerrit Lodde, Northeim
Dr. Julia Schmilewski, Duderstadt
Osnabrück
Anke van Bentheim, Nordhorn
Dr. Tim Hörnschemeyer, Osnabrück
Thomas Kindler, Meppen
Dr. Ulrich Obermeyer, Hagen
Dr. Christian Rölleke, Meppen
Hannover Stadt
Dr. Maja Graeser, Hannover
Prof. Dr. Dr. Horst Kokemüller, Hannover
Dr. Stefan Liepe, Hannover
Dr. Michael Sereny, Hannover
Sabine Steding, Hannover
Ostfriesland
Dr. Michael Debbrecht, Papenburg
Dr. Jörg Hendriks, Aurich
Dr. Stephan Gebelein, Wittmund
Hannover-Land
Dr. Igor Besovic, Langenhagen
Dr. Bernd Bremer, Neustadt am Rbge.
Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, Wietze
Dr. Lutz Glusa, Wunstorf
Luise Jürgensen, Wunstorf
Dr. Christoph Mauck, Lehrte
Dr. M.S. (USA) Kai Worch, Garbsen
Stade
Dr. Tom Böse, Worpswede
Dr. Wolfhard Ross, Stade
Dr. Mark Kühnast, Cuxhaven
Hildesheim
Dr. Lutz Riefenstahl, Gronau
Dr. Alina Schröder, Sarstedt
Verden
Dr. Karl-Heinz-Düvelsdorf, Barnstorf
Dr. Volkmar Lehrke, Nienburg
Dr. Gabriel Magnucki, Bassum
Vanessa Scharrelmann, Diepholz
Lüneburg
Dr. Tilli Hanßen, Jesteburg
Thomas Koch, Lüneburg
Bernfried Hauf, Uelzen
Dr. Axel Wiesner, Hanstedt
Wilhelmshaven
Dr. Hartmut Bleß, Varel
