Zähne zeigen

Hintergrundinformationen zu #Zähnezeigen

Geplante GKV-Reform gefährdet massiv die Patientenversorgung

Was ist das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz?

Die Bundesregierung plant mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz tiefgreifende Eingriffe in das Gesundheitssystem, um die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren. Aus Sicht der Zahnärzteschaft verfehlt der Gesetzentwurf bezogen auf die zahnärztliche Versorgung sein Ziel: Die Kürzungen würden unmittelbar die zahnärztliche Patientenversorgung gefährden, insbesondere die kieferorthopädische Versorgung.

Mehr über die Kampagne "Zähne zeigen" finden Sie auf der Seite der KZBV und auf www.zaehnezeigen.info

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Pressekontakt

Dr. Michael Loewener
Vorstandsreferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt:
KZVN
Zeißstraße 11
30519 Hannover
Tel.: 0511 8405-430
E-Mail: pressestelle(at)kzvn.de

Spezielle Auswirkungen auf die kieferorthopädische Versorgung

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich und qualitätsgesichert kieferorthopädisch behandeln, sollen dies nach den geplanten Regelungen künftig nicht mehr dürfen. Für die Durchführung kieferorthopädischer Behandlungen soll dann eine Weiterbildung zum Facharzt für Kieferorthopädie nötig sein. Dies wäre ein massiver Eingriff in die kieferorthopädische Versorgung: Bundesweit würde man insgesamt mindestens 25 Prozent der kieferorthopädisch Behandelnden verlieren, mit der Folge, dass in vielen Regionen dadurch die kieferorthopädische Versorgung nicht mehr sichergestellt werden kann.

Die flächendeckende Versorgung würde sich vor allem im kleinstädtischen und ländlichen Raum deutlich verschlechtern, was regional, aber insbesondere in den neuen Bundesländern erheblich zum Tragen käme. Denn gerade hier wird die Versorgung zu einem hohen Anteil durch Zahnärztinnen und Zahnärzte erbracht, die nicht die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie absolviert haben.

Bei Umsetzung der geplanten Regelung können über 920.000 Versicherte in Deutschland zukünftig nicht mehr kieferorthopädisch versorgt werden. Dies entspricht 27,1 Prozent aller im Jahr 2024 behandelten Versicherten. Hier würde die Bundesregierung einen wichtigen Versorgungsbereich wegbrechen lassen, ohne dass es Belege dafür gibt, dass Kinder und Jugendliche von Fachzahnarztinnen oder Fachzahnärzten für Kieferorthopädie qualitativ besser versorgt werden als von einem Zahnarzt ohne Fachzahnarzt-Weiterbildung.

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Auswirkungen auf PAR-Versorgung

Die vorgesehenen Regelungen zur Vergütung von Behandlungen bilden nicht die tatsächliche Versorgungssituation in Deutschland ab. Sie würden insbesondere präventionsorientierte Versorgungskonzepte wie die Parodontitistherapie sowie den weiteren Ausbau von Leistungen für vulnerable Patientengruppen gefährden. Den Zahnarztpraxen wäre es dann nicht mehr möglich, die Versorgung für diese Patientinnen und Patienten bedarfsgerecht umzusetzen.
Auswirkungen gäbe es auch auf die flächendeckende Patientenversorgung: Aufgrund fehlender Planungssicherheit könnten sich viele ältere Zahnärztinnen und Zahnärzte dazu entscheiden, früher ihren Beruf aufzugeben; zugleich werden Vorbehalte gegenüber einer Praxisniederlassung gestärkt. Versorgungsengpässe speziell in ländlichen Regionen sind dann nicht mehr auszuschließen.

Bereits die Erfahrungen mit den Budgetierungsregelungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes unter der damaligen Ampelregierung haben gezeigt, dass derartige Eingriffe unmittelbar zu Versorgungseinschränkungen führen. Die nun geplante dauerhafte und verschärfte Regelung würde diese negativen Effekte noch verstärken.

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Nutzen Sie das offizielle Kampagnenmaterial in Ihrer Praxis.

Um eine möglichst große Zahl an Menschen – sowohl das Praxispersonal als auch Patientinnen und Patienten – zu erreichen, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Machen Sie alle Betroffenen auf die Kampagne „Zähne zeigen“ aufmerksam. Zu diesem Zweck können Sie die offiziellen Werbemittel der Kampagne hier herunterladen und in Ihrer Praxis einsetzen:

  • Informationsflyer und Plakate für Ihr Wartezimmer
  • Kampagnenlogos für Ihre Website
  • Grafiken für Ihre Social-Media-Kanäle

Machen Sie mit und zeigen Sie Zähne

Auf der Kampagnen-Website ist ein Mailing-Tool aktiviert. Praxismitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten können eine Textvorlage wählen oder einen individuellen Text an die Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises senden.

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13. September 2023 Gemeinsame Info- und Protestveranstaltung von KZVN, ZKN, ZfN und FVDZ in Hannover

Die aktuelle gesundheitspolitische Entwicklung verlangt danach, dass wir geschlossen „ZÄHNE ZEIGEN!“.

Die Missachtung und die geradezu demonstrative mangelnde Wertschätzung der Politik gegenüber dem Berufsstand haben durch das Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) mit Wiedereinführung der versorgungsfeindlichen strikten Budgetierung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Vorläufig, denn weitere Gesetze sind bereits in Arbeit, die weitere Bürokratie, Sanktionierungen und Kosten mit sich bringen werden, ohne dass ein Inflationsausgleich oder eine fehlende und akzeptable Punktwertanpassung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ nach nunmehr 35 Jahren (!)) in Aussicht wäre.

 

Podiumsteilnehmende:

  • Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN)
  • Dr. Carsten Vollmer, Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KZVN)
  • Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)
  • Oliver Lottke, SPD-Abgeordneter im nds. Landtag
  • Dr. Volker Meyer, Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion Diepholz
  • Dr. Dirk Timmermann, Vorsitzender Freier Verband Dt. Zahnärzte (FVDZ), Landesverband Niedersachsen
  • Dr. Tilli Hanßen, Stellv. Vorsitzende Zahnärzte für Niedersachsen (ZfN)
  • Hannelore König, Präsidentin des Verbands medizinischer Fachberufe (vmf)
  • Dr. Tom Stiller, Vorsitzender Landesfachausschuss Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung (FDP)

Pressekonferenz vom 06.09.2023

Der Countdown läuft ...

Spargesetzgebung gefährdet zahnärztliche Versorgung in Niedersachsen.

Pressemeldung vom 06.09.2023

Bilder & Impressionen der Pressekonferenz

Auf dem Podium:

  • Dr. Carsten Vollmer, Stellv. Vorsitzender des Vorstands der KZVN
  • Dr. Lutz Riefenstahl, Stellv. Präsident der ZKN
  • Dr. Tilli Hanßen, Stellv. Vorstandsvorsitzende ZfN
  • Dr. Dirk Timmermann, Vorsitzender FVDZ, Landesverband Niedersachsen
  • Moderation: Martina Thorausch, Vorsitzende Landespressekonferenz